Über mich

Von der Leidenschaft zur eigenen Brennerei

Botschafterin der Feintrinkkultur für Norddeutschland

Obstbrände haben einen glanzvollen Ruf. Schon unsere Vorfahren nannten sie „Eau de Vie“, was auf Deutsch so viel bedeutet wie „Wasser des Lebens“. Damit gemeint ist die wohltuende und belebende Eigenschaft der erlesenen Destillate.

Aus der eigenen Leidenschaft, einen Beruf zu machen, war für mich ein lang gehegter Traum. Diesen konnte ich mir an einem historischen Platz für den internationalen Wein- und Spirituosenhandel mit meiner Brennerei als gläsernen Manufaktur in der Bremer Überseestadt erfüllen.
Mit der Eröffnung der ersten Craft-Destille für Premium-Brände in der Hansestadt habe ich am 11.11.11 um 11.11 Uhr ein deutliches Zeichen gesetzt.

Wie kam es dazu?

War es bei mir am Anfang eher das private Interesse an der Vielfalt der unterschiedlichen Aromen feiner Obstbrände, so entwickelte sich daraus mit der Zeit der Wunsch, das diffizile und umfängliche Handwerk des Obstbrennens professionell zu erlernen.

Diesen habe ich in die Tat umgesetzt und eine zweijährige Ausbildung zum Brenner an der Bayrischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau in Veitshöchheim unter der Federführung des bayrischen Ministeriums für Landwirtschaft und Forsten erfolgreich absolviert. Seitdem bin ich stolzer Besitzer des Gesellenbriefes für den Beruf Brenner.

Darüber hinaus habe ich mein Wissen durch  intensive Praktika bei Spitzen-Brennereien im Schwarzwald, in Südtirol und in Österreich ständig erweitert. In diesem überwiegend von Männern dominierten Beruf bin ich eine der ganz wenigen Frauen, die dieses Handwerk beherrschen und ausüben.
Als „gelernte“ Diplom-Kauffrau fiel es mir nicht schwer, einen fundierten und langfristig angelegten Geschäftsplan für mein Unternehmen zu erstellen.

Piekfein heißt besonders mild

Brände & Geiste

Bei der Destillation habe ich mich für das traditionelle und wesentlich aufwendigere Rau- und Feinbrandverfahren entschieden. Das macht meine Brände ganz besonders mild.

Mein Obst beziehe ich hauptsächlich von mir persönlich bekannten Obstbauern, die ich während meiner Ausbildungszeit im Süden kennengelernt habe. Darüber hinaus nutze ich selbstverständlich regionale Quellen aus Norddeutschland, wie z.B. dem Alten Land an der Niederelbe.

Meine Linie „Brände nordischer Wildfrüchte“ besteht  aus Schlehe und Hagebutte, Sanddorn, Holunder und Vogelbeere. Weiterhin biete ich hochwertige traditionelle Obstbrände und Geiste an. Auch mit Gemüse experimentiere ich. So habe ich Spargel, Rote Bete und Sellerie als Geiste in meinem Sortiment.

Liköre

Auf Basis meiner Brände stelle ich außerdem Premium-Liköre her. Aber auch Sahneliköre und Bitter.
Mein Apero „ROSALIE“ trinkt sich hervorragend als Aperitif Rosalie-Spritz mit Sekt.
Mit meinem Schlehenlikör auf Ginbasis Sloe Gin TRIPLE PEAK blue label kann auch hervorragend gemixt werden.

Gin

Meine Brennerei sitzt in Bremen am Europahafen. einem ehemaligen Stückguthafen. Dort wurde Kaffee und Tee umgeschlagen. Jede 4. Tasse Tee geht immer über die Häfen von Bremen. Deshalb habe ich eine Gin mit Tee gemacht. Nach langem Experimentieren habe ich mit für den hocharomatischen Earl-Grey Tee entschieden.
So ist mein Gin TRIPLE PEAK yellow label entstanden. Die Bergamotte-Note macht ihn sehr außergewöhnlich.
Da gesellt hat sich nun mein Gin TRIPLE PEAK brown label. Ein Gin mit Kaffee. Ein Muss für Kaffee-Liebhaber.

Whisky

Seit 2012 lagert mein Single Malt „VAN LOON“ in Eichenholzfässern. Er ist der erste „Hanseatic Single Malt Whisky“. Mittlerweile kann ich schon 6-jährigen Whisky vorweisen.
Nach längerer Suche nach einem attraktiven Lagerplatz, haben meine Fässer nun Ihre Heimat in der Remise auf dem denkmalgeschützten Gelände der Union Brauerei gefunden. Dort ist seit 2018 mein Whiskylager.
Mit der Craft-Brauerei arbeiten wir eng zusammen. So ist ein gemeinsam ein zweiter sehr rauchiger Single Malt entstanden, der aber erst 2021 Whisky heissen darf, weil er dann die Mindestlagerzeit von 3 Jahren erreicht hat.
Auch das Bier der Union Brauerei brennen wir zu Bierbrand.

In meinem Fasslager lagern aber auch andere Schätze. So habe ich 2014 Zuckerrohrmelasse aus Guatemala vergoren und destilliert. Entstanden ist der Rum ALMA NORTE.
Aber auch ein fassgelagerter Piekfeiner Korn liegt hier. Und seit neuesten ein Akqauvit.

Um mein Handwerk Interessierten näher zu bringen, biete ich Führungen, Fasslagerbesichtigungen, Verkostungen & Tastings, Workshops und Brennseminare an.

Und dies alles unter dem Motto : Gebrannt mit Herz und Hand